
Demenz Support Stuttgart (Hrsg.)
âGemeinsam bewegen wir uns lieber als alleinâ (DVD)
Sport und Demenz. 12 Minuten Spieldauer. ASIN: 3863210204, Mabuse-Verlag,  Frankfurt am Main, 2012, 8,63 EUR
Eine Rezension von Sven Lind
Die vorliegende DVD beinhaltet die Aktivitäten der Alzheimer Gesellschaft Minden âLübbecke im Rahmen ihrer âFrühdemenzprojekteâ. Hierbei handelt es sich um die Personengruppe der Demenzerkrankten im frühen Alter und um Demenzkranke im frühen Stadium der Erkrankung, die meist noch im häuslichen Bereich mit ihren Angehörigen leben. Im Fokus dieser DVD steht die Zusammenarbeit der Alzheimer Gesellschaft mit den Sportvereinen der Region bezüglich der Entwicklung von speziellen Sport- und Bewegungsangeboten für Demenzkranke.
Zu Beginn werden nach einer kurzen Falldarstellung eines Demenzerkrankten Ausschnitte aus Aktivitäten gezeigt, die sich mit dem Schwerpunkt Bewegung und Geselligkeit beschäftigen. So sieht man Episoden aus einer so genannten âSport- und Talkgruppeâ, die alle zwei Wochen für 90 Minuten für einen Kreis von ca. 6 bis 10 Teilnehmern angeboten wird. Unter Anleitung haupt- und ehrenamtlicher Trainer werden gymnastische Ãbungen in lockerer Runde durchgeführt.
Ein weiterer Inhalt des Films besteht aus einer âFeierabendradtourâ: 35 km wurden von Demenzkranken, ihren Angehörigen und mit leitenden und begleitenden Mitgliedern des örtlichen Fahrradclubs geradelt. Den Abschluss bildete ein geselliges Beisammensein mit Speis und Trank.
Ergänzend werden kurze Stellungnahmen der Verantwortlichen dieser Kooperation zwischen der Alzheimer Gesellschaft und den Sportvereinen gezeigt.
Die Initiatoren dieser DVD erheben den Anspruch, mit diesem Medium âeine breite Ãffentlichkeit auf das Feld Sport und Demenz aufmerksam (zu) machen und als âMotorâ (zu) dienen, neue Sport und Demenz-Initiativen anzuregen und für Menschen mit Demenz (Regel-) Sportangebote zu schaffen.â Hier gilt es jedoch kritisch einzuwenden, dass für dieses Anliegen ein Film von nur 12 Minuten Dauer ohne weitere Hintergrundinformationen in schriftlicher Form als nicht ausreichend erscheint.
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