Ethik in der Altersmedizin |
|
Das vorliegende Buch ist Band 22 der im Kohlhammer-Verlag erscheinenden Reihe âGrundriss Gerontologieâ. Wie die anderen Bände der Reihe ist auch âEthik in der Altersmedizinâ als Studienbuch angelegt. Am Ende jedes Kapitels finden sich Kontrollfragen â für das Selbststudium wünschenswerte Antwortmöglichkeiten fehlen leider â sowie Vorschläge für vertiefende Literatur. Am Ende des Buches ist eine ausführliche Literaturliste aufgenommen sowie ein umfangreiches Schlagwortregister, das auch punktuelles Nachschlagen ermöglicht.
Die Autoren â sie bezeichnen sich im Vorwort als âFrühe Ruheständler â grenzen im Vorwort die Reichweite ihrer Ausführungen insofern ein, als sie von Hause aus Psychiater sind und so nicht die ethischen Aspekte der gesamten Altersmedizin abdecken können. Als Ruheständler verfügen sie dagegen über ein breites Erfahrungsspektrum und überschauen eine lange Entwicklung, was sicher einiges kompensiert. Für die Darstellung der ethischen Aspekte der Pflege alter Menschen konnte eine Pflegewissenschaftlerin gewonnen werden. Die Autoren begründen das Hinzuziehen einer Coautorin für diesen Bereich damit, dass die Pflegenden hinsichtlich vieler ethischer Problemfelder in der Versorgung alter Menschen sehr viel näher am Geschehen ist.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert:
- Rahmenbedingungen und ethische Grundlagen
- Spezielle Problemfelder der altersmedizinischen Praxis
- Ethik in der Pflege.
Im zweiten Buchteil werden nun spezielle Problemfelder der altersmedizinischen Praxis aufgegriffen:
- Krankheiten mit begrenzter Lebenserwartung
- Demenz
- Sterbehilfe und Euthanasie
- Vorausverfügungen
- Forschung.
Die Autorin des dritten Buchteils âPflegeethikâ gibt zunächst einen Abriss darüber, was unter Pflegeethik zu verstehen ist und skizziert dann die ethische Verantwortung des Pflegemanagements. Im zweiten Teil der Ausführungen werden schlieÃlich ethische Konfliktsituationen und Dilemmata aufgegriffen. Eine Vertiefung beschäftigt sich dabei mit âAutonomie und Fürsorge für Menschen mit Demenzâ; ein weiteres Thema ist der Umgang mit Ekel. Breiten Raum nehmen die Themen âSchmerzlinderungâ und âSterbebegleitung als zentrale pflegerische Aufgabeâ ein.
Das Buch sei allgemein zur Lektüre empfohlen â Pflegenden nicht nur, weil es auch einen eigenständigen Teil zur Pflegeethik enthält, sondern weil auch die ersten beiden Buchteile für Pflegende sehr wohl relevant sind.