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Leitfaden Palliative Care (Rezension)

Leitfaden Palliative Care (Bausewein, Claudia et al. (Hrsg.))Elsevier (Urban Fischer), München, 2010, 4. Aufl., 704 S., 46,95 €, Rezension von: Paul-Werner Schreiner Die Herausgeber/innen des inzwischen in vierter Auflage vorliegenden Leitfaden Palliative Care sind ausgewiesene E
25. Mai 2013 durch
Leitfaden Palliative Care (Rezension)
Andreas Lauterbach

Leitfaden Palliative Care (Bausewein, Claudia et al. (Hrsg.))

Elsevier (Urban Fischer), München, 2010, 4. Aufl., 704 S., 46,95 €,

Rezension von: Paul-Werner Schreiner

Die Herausgeber/innen des inzwischen in vierter Auflage vorliegenden Leitfaden Palliative Care sind ausgewiesene Experten auf dem Gebiet der Palliativmedizin und Hospizbetreuung. Auch wenn das Buch noch das Format der Kitteltaschenbücher hat und der Aufbau zum primär zum schnellen Nachschlagen gedacht ist, werden die über 700 Seiten die Kitteltasche doch ziemlich ausbeulen bzw. bei Kittel für eine gewisse Schlagseite sorgen.

Nach einer recht ausführlichen Einführung in die Thematik - einschließlich Organisations- und Abrechnungsfragen sowie Schnittstellenproblematik zwischen häuslicher und stationärer Behandlung - werden in einem mit "Tipps für die tägliche Arbeit" überschriebenen Kapitel häufige Probleme erörtert und Grundfragen der Diagnostik in der Palliativmedizin erörtert.

Den übergeordneten Themen "Kommunikation", "Multiprofessionelle Therapie" sowie "Arbeitstechniken" sind jeweils eigenständige Kapitel gewidmet. In einem weiteren Kapitel werden spezielle Krankheitsverläufe aufgegriffen. Neu sind hier im Abschnitt "Geriatrische Besonderheiten" Ausführungen zu Stürzen und zur Sturzprophylaxe. Die pädiatrische Palliativmedizin wird in einem eigenständigen Kapitel abgehandelt. Im Weiteren wird über die tumorspezifische Therapie und Akutsituationen informiert - gegliedert in:

  • Schmerze
  • Respiratorische Symptome
  • Gastrointestinale Symptome
  • Urogenitale Symptome
  • Dermatologische Symptome
    Neurologische Symptome
  • Psychiatrische Symptome

Mit der Terminalphase und dem Tod sowie spirituellen Aspekten bei der Begleitung der Betroffenen beschäftigen sich weitere Kapitel.

In dem Kapitel über die rechtlichen Grundlagen findet der Leser Informationen über die Betaübungsmittelverschreibungsverordnung, das Infektionsschutzgesetz sowie über die Regularien bezüglich Testamenterstellung und Eheschließung. Bei den Ausführungen zur Patientenverfügung sind zwar die Bestimmungen des seit September 2009 geltenden Patientenverfügungsgesetzes aufgenommen, die seither geltende Terminologie aber nicht in Gänze umgesetzt - es gibt keine "vormundschaftsrichterliche Entscheidung" mehr.

Das letzte Kapitel ist dem Thema "Medikamente" gewidmet. Breiten Raum nehmen hier Informationen zu den Wirkstoffen ein. Wünschenswert und hilfreich wäre hier eine Zusammenstellung des im Schmerz-Kapitel natürlich erläuterten WHO-Stufenschemas zur medikamentösen Schmerztherapie mit den einzelnen Medikamenten, den Dosierungsrichtlinien, Wirkzeiten, Interaktionen mit anderen Medikamenten, Nebenwirkungen und Kontraindikationen.

Auch wenn das Buch nicht unbedingt für die Kitteltasche geeignet und auch nicht gerade preiswert ist, kann es jedoch für alle Bereiche, in denen Menschen palliativmedizinisch versorgt werden, empfohlen werden.

Hospizliche Altenpflege (Rezension)
Hospizliche Altenpflege (Kostrzewa, Stephan und Christoph Gerhard)Verlag Hans Huber, Bern, 2010, 344 S., 29,95 €, ISBN 978-3-456-84809-9Rezension von: Dorothea Kleinknecht Die beiden Autoren verbindet hohe Fachkompetenz: Altenpflege, Sozialwissenschaft, Neurologie und Schmerzther