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<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><strong>Menschen mit Demenz nach Hüftfraktur mobilisieren</strong></span></span><br /> <span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Kommunikation, Hilfsmitteleinsa

Menschen mit Demenz nach Hüftfraktur mobilisieren Kommunikation, Hilfsmitteleinsatz, aktivierende Pflege und therapeutische Maßnahmen (Mägerl, A. et al.)Mabuse-Verlag, Frankfurt, 2010, 124 S., 19,90 €, ISBN 978-3-940529-62-6Rezension von: Paul-Werner Schreiner Die hüftgelenknah
25. Mai 2013 durch
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><strong>Menschen mit Demenz nach Hüftfraktur mobilisieren</strong></span></span><br />
<span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;">Kommunikation, Hilfsmitteleinsa
Andreas Lauterbach

Menschen mit Demenz nach Hüftfraktur mobilisieren
Kommunikation, Hilfsmitteleinsatz, aktivierende Pflege und therapeutische Maßnahmen

(

Mägerl, A. et al.

)

Mabuse-Verlag, Frankfurt, 2010, 124 S., 19,90 €, ISBN 978-3-940529-62-6

Rezension von:

Paul-Werner Schreiner


Die hüftgelenknahen Frakturen sind eine Domäne des Alters und spielen im Hinblick auf die Versorgung betroffener Menschen vor dem Hintergrund der zahlenmäßigen Zunahme alter Menschen notwendig eine zunehmende Bedeutung. Die Mobilisierung nach einer Fraktur ist nie ein rein passiver Vorgang. Für das Gelingen ist die Mitarbeit des Betroffenen von nicht geringer Bedeutung. Bei Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind und die in besonderer Weise sturzgefährdet sind, treten so erkennbar besondere Probleme auf. So ist die vorliegende Publikation des leitenden Physiotherapeuten des Evangelischen Geriatriezentrums Berlin (EGZB) sowie der Ärztlichen Leiterin und des leitenden Neuropsychologen des EGZB sehr zu begrüßen. Befremdlich ist – vorweg bemerkt –, dass bei einem Thema, das im Wesentlichen die pflegerische Arbeit betrifft, in einem Geriatriezentrum nicht eine kompetente Pflegekraft als Mitautor/in gefunden werden konnte.

Im ersten Kapitel schildern die Autoren, wie es zu dem Forschungsprojekt „Fraktur und Demenz: Rehabilitation von Demenzkranken Patienten mit Schenkelhalsfrakturen“ – das Projekt wird kurz FRANZ genannt und die betroffenen Patienten „FRANZ-Patienten. Auch wenn in dem Projekttitel von Schenkelhalsfrakturen gesprochen wird, sind alle hüftgelenksnahen Frakturen einbezogen, da – so die Autoren – die Probleme immer die gleichen sind.

Die Autoren stellen die Unterschiede zwischen der herkömmlichen Therapie und dem FRANZ-Konzept heraus: „Wir sind davon überzeugt, dass auch demenziell erkrankte Frakturpatienten erfolgreich rehabilitiert werden können, wenn ihre besonderen Bedürfnisse berücksichtigt werden. Etwas verkürzt kann man sagen: Menschen mit Demenz brauchen mehr Therapie, um Neues zu lernen, mehr Beziehungskontinuität und schließlich Bedingungen, die das Selbstvertrauen stärken. Wir wollen das im Folgenden begründen: Die Forderung nach mehr Therapie ist die logische Konsequenz aus der Erkenntnis, dass die Therapiedichte in vielen geriatrischen Kliniken - ein bis zwei Therapieeinheiten Physio- und Ergotherapie pro Tag - für Demenzkranke nicht ausreicht. Wenn Neues gelernt werden soll, setzt das häufiges, wiederholendes Üben voraus. Je öfter eine Aktivität durchgeführt wird, etwa das Gehen am Vierradrollator, desto eher wird sie automatisiert. Üben, üben, üben allein wird jedoch nicht genügen! Menschen mit Demenz brauchen Beziehungskontinuität, die im Krankenhaus aber meist nicht ausreichend gegeben ist. Das Pflegepersonal arbeitet im Schichtbetrieb, das multiprofessionelle Team wird oft verstärkt durch Studierende und Schüler - ein Kommen und Gehen, in dem kaum ein Gesicht haften bleibt. Wünschenswert wäre deshalb, dass wenigstens ein Mitglied des Teams täglich mehrfach intensiven Kontakt einem demenziell erkrankten Patienten hat, idealerweise eine Person, die über besondere Kompetenzen im Umgang mit solchen Personen verfügt.“ Gleichzeitig betonen die Autoren aber auch: „FRANZ wurde nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zur herkömmlichen Physio- und Ergotherapie konzipiert.“

Nach diesen einleitenden Ausführungen zu dem Projekt werden kurz grundlegende Informationen zur Erkrankung Demenz gegeben – mit einem Abschnitt zur Differenzialdiagnose Delir. Daran schließen sich Erwägungen zum Miteinander mit dementen Menschen an.
Im Weiteren werden die operative Therapie der hüftnahen Frakturen sowie die bei der frühen Mobilisation zu beachtenden Vorsichtmaßnahmen beschrieben. Ein umfangreiches Kapitel ist dem Einsatz von Hilfsmitteln gewidmet. Auf die Mobilität umfassenden Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z. B. Bewegen im Bett oder Sitzen auf der Toilette, wird in einem Kapitel eigens eingegangen. Das letzte Kapitel ist der Sturzprophylaxe gewidmet.

Bei dementen Menschen wird man wohl in besonderer Weise berücksichtigen müssen, dass, was bei einem Menschen in einer bestimmten Weise erfolgreich durchgeführt werden konnte, nicht auch bei einem anderen in gleicher Weise ebenso gelingen muss. Gleichwohl werden alle, die demente Menschen nach Frakturen betreuen müssen, dem vorliegenden Buch wertvolle Anregungen entnehmen können.

<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><strong>Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen von A-Z</strong></span></span><br /> <span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;">Verständliche Rechtserläuterungen
Rechtshandbuch für Pflegeeinrichtungen von A-Z Verständliche Rechtserläuterungen – konkrete Handlungsanweisungen – direkte einsetzbare Arbeitshilfen (Böhme, Hans)WEKA-Media, Kissing, 2002, 158 €- ISBN 3-8276-4424-0 – Februar 2011 Rezension von: Paul-Werner Schreiner Von dem im