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Schilder: Geriatrie

Schilder, Michael Geriatrie Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2014, 220 S., 26,99 €, ISBN 978-3-17-022693-7 Das vorliegende Buch erscheint in der von K. Reiber, J. Dietrich, M. Hasseler und U. Höhmann herausgegebenen Reihe „Pflege fallorientiert lernen und lehren“. Die Reih
26. Mai 2015 durch
Schilder: Geriatrie
Andreas Lauterbach

Schilder, Michael

Geriatrie

Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2014, 220 S., 26,99 €, ISBN 978-3-17-022693-7

Das vorliegende Buch erscheint in der von K. Reiber, J. Dietrich, M. Hasseler und U. Höhmann herausgegebenen Reihe „Pflege fallorientiert lernen und lehren“. Die Reihe wendet sich an Lernende und Lehrende in den Pflegeausbildungen sowie an Studierende der Pflegepädagogik. Der Autor des Bandes „Geriatrie“ ist Professor für Pflegewissenschaft an der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Pflege von Menschen mit Demenz, Entlastung pflegender Angehöriger, die Gesundheitsförderung von Pflegenden und die Pflege von Menschen mit Migrationshintergrund.

Im ersten, etwa 30 Seiten umfassenden Teil des Buches wird die Pflege in der Geriatrie umrissen. Dabei wird zwischen Geriatrie als somatischer Disziplin und Gerontologie als Forschungsgebiet, das die biologischen, psychologischen und sozialen Merkmale und Gesetzmäßigkeiten von Altersvorgängen untersucht, differenziert. Es werden die geriatrischen Versorgungsstrukturen beschrieben, wobei besonderer Wert auf die Interdisziplinarität gelegt wird. Im Weiteren wird der besondere Versorgungsbedarf von Patienten mit geriatrischem Pflegebedarf dargestellt. Hierbei spielen die Multimorbidität und die damit korrelierende Multimedikation eine große. Gerade angesichts der anvisierten Zielgruppe der Ausführungen – Auszubildende und Studierende – wäre hier aus Sicht des Rezensenten über die vorhandenen Warnhinweise bezüglich Neben- und Wechselwirkungen hinaus eine kritische Diskussion darüber angebracht gewesen, ob das Einsetzen aller vorhandenen medizinischen Möglichkeiten immer sinnvoll und begründbar ist. Schließlich wird in diesem ersten Buchteil eine Auswahl von pflegetheoretischen Ansätzen präsentiert, die für eine geriatrische Pflege relevant sind.

Im zweiten Buchteil werden nach einer einheitlich Struktur Falldarstellungen erörtert:

  • Die gestürzte Patientin nach ihrer Schenkelhalsfraktur-Operation
  • Der Patient mit einer vaskulären Demenz
  • Der Patient mit einem Schlaganfall
  • Die Pflegesituation einer Frau mit Alzheimer-Krankheit und deren pflegende Angehörige
  • Der muslimische Patient mit chronischer Herzinsuffizienz
  • Die Patientin mit pAVK, COPD und Dekubitus.

Es wird jeweils der medizinische Sachverhalt dargestellt. Daran im Anschluss wird die pflegerische Versorgung mit Pflegediagnostik, Assessmentverfahren und den unterschiedlichen Versorgungsbedarfen beschrieben. Am Ende des Kapitels werden jeweils die Rollen der Pflegenden in dem Fallbeispiel reflektiert.

In dem an sich gut zu lesenden Text werden Definitionen, Gesetzestexte, Falldarstellungen, Informationen, Merksätze, Pflegehinweise und Warnungen mit unterschiedlichen Elementen (Kästen, Unterlegungen usw.) und Piktogrammen am Seitenrand kenntlich gemacht und hervorgehoben. Damit wird zwar ein nachvollziehbares Ziel verfolgt – das Lesen so mancher Seite wird dadurch aber nicht einfacher.

Eine ausführliche Auflistung weiterführender Literatur sowie ein Sachverzeichnis runden das Buch ab.

Das Buch ist kein medizinisches Lehrbuch, auch werden sicher nicht alle pflegerischen Aspekte in der Geriatrie behandelt. Es werden aber zentrale Pflegeprobleme in der Geriatrie gut strukturiert dargestellt, sodass das Buch als Lehr und Lernbuch sicher gut geeignet ist.

Eine Rezension von Paul-Werner Schreiner

Pühl: Mut zur Lösunf
Harald Pühl (Hrsg.) Mut zur Lösung Konflikte in Klinik, Praxis und AltenpflegeEin Leitfaden zur Anwendung von Mediation Ulrich Leutner Verlag, Berlin, 2012, 184 S., 22,00 €, ISBN 978-3-934391-56-7 Das Gesundheitswesen ist ein besonders konfliktträchtiges Feld. Eine Vielzahl