Stepp by Stepp |
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l;r Präventionsforschung (ZEPRA) im schweizerischen Kanton St. Gallen entwickelt und fand neben Projekten an zahlreichen schweizerischen Schulen ihren Niederschlag in dem Computerprogramm "Stepp by Stepp".
Da es sich inzwischen weitgehend herumgesprochen hat, dass primäre Suchtvorbeugung eine Aufgabe ist, die dann den größten Erfolg verspricht, wenn sie frühzeitig, kontinuierlich und langfristig durchgeführt wird, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), Köln, das besagte Programm übernommen und auf bundesdeutsche Verhältnisse adaptiert.. Das vorliegende, von der BzgA im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, Bonn, herausgegebene "Programm zur Früherkennung und Intervention" möchte vor allem Lehrerinnen und Lehrer dazu ermutigen, sich mit dem Bereich "Früherkennung" zu beschäftigen. Die Benutzerinnen und Benutzer des Computerprogramms wie des Handbuches erhalten Informationen über professionelle Hilfssysteme und werden "Schritt für Schritt" angeleitet, besonders in "kritischen Situationen" Sicherheit im Handeln zu entwickeln. Hierbei wird insgesamt das Ziel verfolgt, "Schwierigkeiten im Leben von Schülern und Schülerinnen rechtzeitig zu erkennen und mittels gezielter Aktionen zu ermöglichen, dass der Übergang in eine neue Lebensphase erfolgreich bewältigt werden kann" (S. 7).
Das Programm "Stepp by Stepp" und das dazugehörige Begleitbuch fordern dazu auf, die eigenen Wahrnehmungen immer wieder zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu relativieren. Analog zum Aufbau des Programms gliedert sich das mit zahlreichen Kopiervorlagen und "Tipps" ausgestattete Handbuch in die folgenden sechs Kapitel beziehungsweise "Stepps" (Schritte):
- Erkennen von Signalen
- Festhalten von Tatsachen
- Reflexion
- Interventionsvorbereitungen
- Intervention
- Erfolgskontrolle.
Ergänzt wird die Darstellung durch ein exemplarisches Fallbeispiel, in dem die sechs Schritte anhand der Geschichte von Kurt Schmid konkretisiert werden, sowie einen Materialteil mit Hinweisen auf hilfreiche Bücher, Broschüren und Lehrmittel.
Im Vorfeld der deutschen Bearbeitung wurden sowohl das Programm als auch das Handbuch im Rahmen einer Pilotphase mit deutschen Lehrerinnen und Lehrern der Sekundarstufen I und II umfangreich erprobt, wobei die Resonanz außergewöhnlich positiv war; die beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen gaben übereinstimmend an, eine größere Sicherheit im Handeln erhalten zu haben. Von daher bleibt nur zu hoffen, dass möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer sich durch "Stepp by Stepp" unterstützt und ermutigt fühlen, Suchtvorbeugung und Früherfassung im Schulalltag umzusetzen.