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Cultural Awareness - Vielfalt verstehen und professionell handeln
Beschreibung
Einleitung
Auszubildende im Gesundheitswesen stehen bereits früh in ihrer Ausbildung im direkten Kontakt mit Menschen unterschiedlicher kultureller Hintergründe – sei es in der Pflegepraxis, im Krankenhaus oder im Austausch mit Kolleg:innen. Diese Vielfalt prägt den Berufsalltag und erfordert neben fachlichen Kompetenzen auch ein hohes Maß an kultureller Sensibilität.
Cultural Awareness spielt dabei eine zentrale Rolle: Sie ermöglicht es, kulturell bedingte Unterschiede in Wahrnehmung, Kommunikation und Verhalten besser zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren. Für Auszubildende bedeutet dies, Sicherheit im Umgang mit vielfältigen Patient:innen zu gewinnen und eine respektvolle, empathische Haltung zu entwickeln.
Gleichzeitig kommt den Lehrenden im Gesundheitswesen eine besondere Verantwortung zu. Sie begleiten Lernprozesse, prägen Haltungen und schaffen Lernräume, in denen kulturelle Vielfalt thematisiert und reflektiert werden kann. Um Auszubildende bestmöglich auf die Anforderungen eines diversen Arbeitsumfeldes vorzubereiten, ist es daher essenziell, dass auch Lehrende über Cultural Awareness verfügen und diese aktiv in ihre Lehre integrieren.
Dieser Workshop greift zentrale Werte wie Respekt, Offenheit, Neugier und Authentizität auf und verbindet sie mit praxisnahen Reflexions- und Lernprozessen.
Beschreibung des Projekts
Im Studium der Gesundheits- und Krankenpflege nimmt die kulturelle Vielfalt stetig zu. Immer mehr internationale Studierende entscheiden sich für eine Ausbildung bzw. ein Studium im Gesundheitsbereich und bringen unterschiedliche sprachliche, kulturelle und soziale Hintergründe mit. Diese Diversität bereichert den Lern- und Arbeitskontext, stellt jedoch gleichzeitig alle Beteiligten vor neue Herausforderungen.
Internationale Studierende sehen sich häufig mit Sprachbarrieren, unterschiedlichen Lernkulturen sowie ungewohnten Kommunikationsformen im klinischen Alltag konfrontiert. Dies kann Unsicherheiten im Umgang mit Patient:innen, im Team sowie in Prüfungssituationen auslösen. Gleichzeitig benötigen auch einheimische Studierende sowie Lehrende Kompetenzen, um mit dieser Vielfalt konstruktiv und respektvoll umzugehen.
Das vorliegende Projekt setzt genau an dieser Stelle an und zielt darauf ab, Cultural Awareness gezielt im Studium zu verankern. Durch einen interaktiven Workshop werden Lehrende für kulturelle Unterschiede sensibilisiert und in ihrer interkulturellen Handlungskompetenz gestärkt.
Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Aspekte wie:
- Reflexion der eigenen kulturellen Prägung
- Verständnis für Herausforderungen internationaler Studierender
- Umgang mit sprachlichen und kulturellen Barrieren
- Förderung von Empathie, Offenheit und respektvoller Kommunikation
Basierend auf Konzepten wie Respekt, Offenheit, Neugier und Authentizität werden praxisnahe Strategien entwickelt, die im Studien- und Berufsalltag direkt anwendbar sind.
Langfristig trägt das Projekt dazu bei, ein inklusives und unterstützendes Lernumfeld zu schaffen, in dem alle Studierenden – unabhängig von ihrer Herkunft – gleiche Chancen haben, ihre Kompetenzen zu entfalten und erfolgreich in den Pflegeberuf einzusteigen. Gleichzeitig wird die Qualität der Patientenversorgung durch eine kultursensible Haltung nachhaltig verbessert.
Workshopablauf (nach dem Prinzip des reflexiven Lernens)
- Einstieg und Aktivierung (10min)
- Kurzinput Cultural Awareness (15min)
- Reflexion in Tandems und anschließender Austausch in Kleingruppen (20min)
- Fallbeispiel (25min)
- Transfer – Strategien für den Alltag (10min)
- Abschluss und Reflexion (10min)
Ziel des Workshops
Die Teilnehmenden sollen:
Fachliche Ziele
- ein Verständnis für Interkulturalität und Cultural Awareness entwickeln
- die Bedeutung kultureller Faktoren im Gesundheitskontext erkennen
- Herausforderungen in der Arbeit mit internationalen Patient:innen und Kolleg:innen identifizieren
Persönliche Ziele
- die eigene kulturelle Prägung reflektieren
- eigene Vorurteile und Stereotype erkennen und hinterfragen
- Empathie und Perspektivenübernahme stärken
Handlungskompetenz
- kultursensible Kommunikation anwenden
- Strategien für inklusive und sichere Arbeitsumgebungen entwickeln
- aktiv zur Integration internationaler Kolleg:innen beitragen