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Bühne frei für professionelle Haltung im Unterricht
Theaterpädagogik und LehrerInnenpersönlichkeit als komplementäre Konzepte zur Professionalisierung von Lehrenden
Beschreibung
Einleitung
Lehrpersonen in der beruflichen Bildung stehen vor komplexen Anforderungen. Sie müssen Lernende in Gesundheitsberufen auf eine dynamische und verantwortungsvolle Arbeitswelt vorbereiten. Neben fachlicher Expertise gewinnen personale und soziale Kompetenzen an Bedeutung, die professionelles Handeln, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein fördern. Lehrpersonen gestalten Lernräume, in denen Kommunikation, Reflexion und Selbststeuerung wachsen. Dafür braucht es bewusstes Classroom Management mit Klarheit und Präsenz sowie eine professionelle, selbstreflexive pädagogische Haltung, um Lernende zu aktivieren, zu fördern und mit schwungvoller Reibungslosigkeit (Brüning & Saum 2022; Kounin 2006) zu begleiten. Ergänzend dazu stärkt Theaterpädagogik Selbstreflexion, Ausdruck, Empathie und Rollenbewusstsein und unterstützt eine professionelle, partizipations- und demokratiefördernde Beziehungsarbeit (Anklam et al. 2018).
Beschreibung des Projekts
Durch einen theoriebasierten, spielerischen und erfahrungsorientierten Zugang wird ein Raum eröffnet, in dem Lehrende die eigene Wirkung auf andere erfahren, sich ausprobieren und reflektieren können. Im Fokus steht die Arbeit an der eigenen (Körper)Haltung als Ausdruck professioneller Präsenz. Im Zusammenspiel zwischen den theoriebasierten Impulsen des Classroom-Managements mit Schwerpunkt auf die Persönlichkeit und den theaterpädagogischen Übungen werden neue Perspektiven für die Professionalisierung von Lehrenden eröffnet. Das Team-Teaching ermöglicht zudem ein modellhaftes Zusammenspiel unterschiedlicher professioneller Zugänge und macht kooperatives Lehren erfahrbar.
Theaterpädagogische Methoden fördern personale Kompetenz und die Fähigkeit zur situativen Steuerung, um als authentische, beziehungsorientierte und präsente Lehrperson erfolgreich demokratische und stabile Klassenführung zu ermöglichen.
Workshopablauf
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Zeit |
Handlungsschritte |
Methoden |
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15 Minuten |
Erfahrungsorientierter Einstieg zur Frage: Was glauben Sie, welche Auswirkungen die Körpersprache und die Haltung der Lehrperson auf den Unterricht haben |
Think-Pair-Share Methode und abschließende Diskussion im Plenum (ggf. Sammlung von Schlagworten auf der Moderationswand) |
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20 Minuten |
Impulsvortrag über Classromm-Management mit dem Schwerpunkt auf LehrerInnenpersönlichkeit, Körpersprache, erster Eindruck und |
Impulsvortrag |
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10 Minuten |
Theaterpädagogisches Warm Up |
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35 Minuten |
Theaterpädagogische Übungen zum gezielten Einsatz von Körpersprache |
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10 Minuten |
Reflexion mittels Standbilder: Was haben wir in den letzten Minuten gelernt |
Standbilder |
Ziel des Workshops
Ziel ist es, Lehrpersonen darin zu fördern, die eigene Präsenz und Haltung innerhalb einer Klasse wahrzunehmen und zu reflektieren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Selbstreflexion und professioneller Klarheit durch Perspektivwechsel, um eine bewusste Gestaltung von Beziehung im Lehr-Lern-Prozess zu ermöglichen.
Literatur
- Anklam, S., Meyer, V., Reyrer, T. (2018). Didaktik und Methodik in der Theaterpädagogik. Szenisch-Systemisch: Eine Frage der Haltung!? Seelze: Friedrich Verlag.
- Brüning, L. & Saum, S. (2022). Classroom Management. Die Grundlage guten Unterrichts. Essen: Neue Deutsche Schule Verlagsgesellschaft mbh.
- Kounin J. (2006). Techniken der Klassenführung. Münster: Waxmann.