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"SafeSpace Learning" – Ein Diversity-Konzept
Beschreibung
Hintergrund
Die generalistische Pflegeausbildung stellt Auszubildene insbesondere in psychiatrischen Praxiseinsätzen vor komplexe fachliche, emotionale und strukturelle Herausforderungen. Belastungserfahrungen wie Angst, Gewalt, Rollenunklarheit und mangelnde Unterstützung können Lernprozesse erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig besteht Bedarf an diversitätssensiblen, praxisnahen Konzepten, die Schutz, Teilhabe und professionelles Lernen fördern.
Fragestellung und Zielsetzung
Wie kann ein diversitätssensibles, niedrigschwellig umsetzbares pädagogisches Konzept gestaltet werden, das psychische Sicherheit, Rollenklärung, wertschätzende Kommunikation und reflektiertes Lernen im psychiatrischen Praxiseinsatz unterstützt? Ziel ist die Entwicklung und Einführung des Konzeptes "SafeSpace Learning" zur Förderung von Lernprozessen und Stärkung von Auszubildenden im Spannungsfeld von Praxis und Bildung.
Methode
Konzeptionelle Entwicklung eines Diversity-orientierten pädagogischen Ansatzes auf Basis fachlicher Literatur sowie praxisbezogener Anforderungen der Pflegeausbildung. Die Darstellung erfolgt im Rahmen des didaktisch aufbereiteten Radioformats "Denkfunk", das ein moderiertes Expert*innengespräch zwischen Praxis und Pflegepädagogik inszeniert. Ergänzend werden konkrete, niedrigschwellige Tools in einem Handout systematisiert.
Resultate
Das entwickelte Konzept umfasst vier zentrale Baustein: psychische Sicherheit, Rollenkommunikation und berufliche Identifikation, diversitätssensible Kommunikation im Team sowie strukturierte Lehr-Lern-Schleifen zwischen Theorie und Praxis. Für jeden Baustein wurden praxisnahe Tools entwickelt, die eine unmittelbare Umsetzung im Ausbildungsalltag ermöglichen und zur Förderung von Reflexion, Schutz und Lernkultur beitragen.
Schlussfolgerung
"SafeSpace Learning" bietet einen praxisnahen und anschlussfähigen Ansatz zur Gestaltung lernförderlicher und geschützter Ausbildungsbedingungen im psychiatrischen Setting. Durch die Kombination aus strukturellen, kommunikativen und reflexiven Elementen kann das Konzept zur Verbesserung der Lernkultur, zur Entlastung von Auszubildenden und Praxisanleitenden sowie zur Stärkung von Diversity-Kompetenz beitragen. Eine nachhaltige Implementierung erfordert jedoch die aktive Mitwirkung aller beteiligten Lernorte sowie eine kontinuierliche Weiterentwicklung im Praxisfeld.