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Evakuierung von Pflegebedürftigen und Versorgung in Notunterkünften: notwendige Inhalte, Kompetenzen und mögliche Trainingsszenarien in der pflegerischen Bildung
Beschreibung
Einleitung
Klimatische Veränderungen führen weltweit zu einer Zunahme von Krisen- und Katastrophen [1]. Diese Entwicklungen stellen das Gesundheitssystem und auch die Pflegeberufe vor Herausforderungen, da die pflegerische Versorgung auch unter erschwerten Bedingungen sichergestellt werden muss [2].
Hintergrund und Zielsetzung
Die Diskussion von Bildungsaspekten in der Katastrophenpflege hat international bereits eine umfassende Tradition, während das Thema in Deutschland erst zunehmend in den Fokus des wissenschaftlichen und praktischen Interesses gelangt. Zu erwähnen seien hier die durch den International Council of Nurses erarbeiteten Kernkompetenzen in der Katastrophenpflege. Neben den Pflegefachpersonen sollen auch Lehrende über entsprechende Kompetenzen (in Stufe I und II) verfügen [3]. Somit kommt ihnen eine besondere Verantwortung zu, da sie die entsprechenden Bildungsinhalte aufbereiten und kompetenzorientiert vermitteln sollen.
Das Projekt „Disaster Literacy/Preparedness ausgewählter Gesundheitsberufe und Akteure*innen im Gesundheitswesen (LSA-DiLiP, gefördertes Projekt: EFRE/Land Sachsen-Anhalt, Fördernummer: ZS/2023/11/181953)“ hat zum Ziel geeignete didaktische Ansätze zur Vermittlung dieser Inhalte zu identifizieren und adressatengerechte Bildungsangebote zu konzipieren, die auf spezifische Zielgruppen und Versorgungskontexte abgestimmt sind.
Methoden
Von 12/2025 bis 09/2026 wurden semistrukturierte, leitfadengestützte Interviews mit Pflegefachpersonen, Akteur*innen des Bevölkerungsschutzes und Wissenschaftler*innen aus der Katastrophenforschung durchgeführt. Schwerpunkte bildeten unter anderem die Themen Evakuierung von Pflegebedürftigen sowie die Versorgung in Notunterkünften.
Ergebnisse
Die Ergebnisse geben Einblicke in wahrgenommene Herausforderungen, erforderliche Ausbildungsinhalte und Kompetenzanforderungen sowie geeignete didaktische Vermittlungsformate und stellen eine vorläufige Synthese der Erkenntnisse dar.
Diskussion und Ausblick
Die Ergebnisse liefern Ansatzpunkte und Diskussionsgrundlage für die Weiterentwicklung von spezifischen Ausbildungsangeboten und können dazu beitragen, Lehrende gezielt auf die Anforderungen vorzubereiten.
Literatur
- [1] Robert Koch-Institut (RKI). (2023). Klimawandel und Gesundheit: Sachstandsbericht zu gesundheitlichen Auswirkungen in Deutschland. RKI. https://www.rki.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Journal-of-Health-Monitoring/GBEDownloadsJ/JHealthMonit_2023_S3_Sachstandsbericht_Klimawandel_Gesundheit_Teil1.pdf?__blob=publicationFile&v=6
- [2] Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK). (2025). Pflege in Krisen- und Katastrophensituationen stärken: Positionspapier. DBfK. https://www.dbfk.de/media/docs/newsroom/dbfk-positionen/DBfK-SO-Positionspapier-Katastrophen-und-Krisenmanagement.pdf
- [3] International Council of Nurses (ICN). (2024). Kernkompetenzen in der Katastrophenpflege (Version 2.0, deutschsprachige Ausgabe). Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit DBfK, ÖGKV, SBK-ASI. https://www.dbfk.de/media/docs/newsroom/publikationen/CORE_ICN-Katastrophenpflege_Stufe_I-II_2019.pdf