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Gesundheit fair gestalten

Diskussionsforum
Freie Plätze: 30
Ort: Raum 7 15.09.26, 11:00 - 15.09.26, 12:30 (Europe/Zurich) (1 Stunde 30 Minuten)
Autor:in
Ines Nagiller
fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol
Co-Autor:innen: Karin Lettner, FH Gesundheitsberufe OÖ; Katrin Pechstädt, FH JOANNEUM
Referent:innen
Referentin 1
Referentin 2

Beschreibung

Einleitung

Gender- und Diversitätssensibilität gewinnen im Alltag der Gesundheitsberufe an Bedeutung. Die nachhaltige Integration ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Ausbildung und stellt die Hochschullehre vor Herausforderungen. Der Beitrag für das Diskussionsforum stellt neu entwickelte Lehrkonzepte vor, die darauf abzielen, Gender- und Diversitätsaspekte systematisch in die Ausbildung zu integrieren und Studierende zu diskriminierungssensiblem Handeln zu befähigen.

Hintergrund

Die Konzepte wurden von Lehrenden entwickelt, die den Train-the-Trainer-Lehrgang „Geschlechtersensibles Gesundheitssystem“ absolviert haben. Vor dem Hintergrund bestehender geschlechtsbezogener Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung entstand die Motivation, gender- und diversitätssensible Perspektiven stärker in die Lehre einzubetten. Ziel ist es, Studierenden theoretisches Wissen sowie Reflexions- und Handlungskompetenzen für eine gerechte und diskriminierungssensible Versorgung zu fördern.

Lehrkonzepte

  • Ein Lehrkonzept kombiniert Theorie zu Gender, Geschlechtsidentität, Diversität und Intersektionalität mit praxisorientierter Fallarbeit. In interprofessionellen Gruppen analysieren Studierende Fallvignetten und entwickeln Strategien für eine diversitätssensible Praxis.
  • Im Rahmen des zweiten Lehrkonzepts erarbeiten Studierende in einem begleitetem Reflexionsprozess Unterlagen zu “geschlechtersensible Kommunikation in der Ergotherapie”. Sie eignen sich selbst Wissen an und transferieren dieses in den beruflichen Kontext.
  • Das dritte Konzept ist so aufgebaut, dass es asynchronen Online-Lehre, eine Onsite-Intensiv-Woche mit vertiefenden Inputs und einer abschließenden Simulationswoche verbindet. In der Simulationswoche werden die Inhalte in therapeutischen Alltagssituationen angewendet und der Transfer des Gelernten in den Berufsalltag gefördert.

Kritische Reflexion

Die Entwicklung und Umsetzung solcher Lehrformate wirft zentrale Fragen auf: Wie kann Gender- und Diversitätssensibilität nachhaltig in Curricula verankert werden? Wie kann Didaktik eine Auseinandersetzung mit Rollenbildern, Stereotypen und Machtverhältnissen fördern? Wie können Lehrende selbst sensibilisiert werden?

Ausblick

Das Diskussionsforum soll einen Raum für Austausch und kollegiale Reflexion bieten. Gemeinsam mit den Teilnehmenden sollen Chancen und Herausforderungen der Integration von Gender- und Diversitätsperspektiven in der Hochschullehre zu diskutieren und Impulse für zukünftige Entwicklungen zu sammeln.