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„Lehrende zweiter Klasse?“ - Perspektiven und Potentiale für die Lehrer*innenbildung in den Gesundheitsberufen
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Anerkennung erfahren – diskriminierungskritisch werden
Interaktiver Workshop für Bildungspersonal in Gesundheits- und Pflege-berufen
Beschreibung
Lern- und Arbeitsorte in den Gesundheitsberufen sind durch gesellschaftliche Vielfalt geprägt und zugleich von Strukturen beeinflusst, die Anerkennung erschweren und Diskriminierung begünstigen können. Abwertungen, stereotype Zuschreibungen und subtile Ausschlüsse wirken nicht nur auf individueller Ebene, sondern sind auch institutionell und strukturell verankert. Eine Kultur der Anerkennung stellt dabei einen zentralen Orientierungsrahmen dar: Sie beruht auf der Wahrnehmung von Personen in ihrer Einzigartigkeit, auf wertschätzender Beziehungsgestaltung sowie auf dem Recht, zugehörig zu sein und eigene Perspektiven einzubringen. Diskriminierungskritische Bildungsarbeit erweitert diesen Ansatz, indem sie die Wirkmechanismen von Diskriminierung sichtbar macht, Macht- und Ungleichheitsverhältnisse reflektiert und Lernorte so gestaltet, dass Teilhabe, Gleichwertigkeit, Gerechtigkeit und gruppenübergreifende Solidarität erfahrbar werden.
Der Workshop „Anerkennung erfahren – diskriminierungskritisch werden“ knüpft an diese konzeptionellen Überlegungen an und macht zentrale Elemente diskriminierungskritischer Bildungsarbeit praktisch erfahrbar. Der Workshop gliedert sich in 3 Abschnitte: Zu Beginn erleben die Teilnehmenden Anerkennung als Beziehungspraxis. Im zweiten Schritt werden diskriminierende Situationen aus dem (bildungsbezogenen) Alltag mittels reflexiver Auseinandersetzung sichtbar gemacht und hinsichtlich ihrer relationalen Dimensionen betrachtet. Abschließend erfolgt ein fallbasierter Transfer, der dazu anregt, Wahrnehmungs- und Handlungsmuster zu reflektieren und erste Ansatzpunkte für ein diskriminierungskritisches Handeln im eigenen Arbeitskontext abzuleiten.
Der Workshop richtet sich an Personen, die Lern- und Arbeitsorte im Gesundheitswesen gestalten – insbesondere Lehr- und Leitungspersonen, pädagogische Mitarbeitende und Praxisanleitende. Für diesen Gruppen ist das Thema besonders relevant, da sie in ihren Lern‑ und Arbeitskontexten direkt oder indirekt diskriminierende Dynamiken erleben und diese zugleich pädagogisch beeinflussen können. Der Workshop bietet daher Raum für Austausch, Perspektivwechsel und die gemeinsame Erarbeitung erster praxisnaher Impulse für eine diskriminierungssensible Bildungsarbeit, die auch den Auszubildenden zugutekommt.
- Poßner, R. (2019). Diskriminierungskritische Pflegeschule (DisKriPs). Mit Anerkennungskultur und Antidiskriminierungskonzept zu mehr Solidarität in der Pflege. PADUA 14 (5), 307-312. https://doi.org/10.1024/1861-6186/a000520
- Richter, M.T.; Owusu-Boakye, S. (2025). Diskriminierung in der Pflege. Fallbeispiele und Handlungsempfehlungen für eine diskriminierungssensible Pflege. (Stuttgart: Kohlhammer).