-
Haltung ermöglichen – Psychologische Sicherheit als Führungsaufgabe in der gesundheitsberuflichen Bildung
Daniela Löffler
-
"SafeSpace Learning" – Ein Diversity-Konzept
Anna-Verena Kirstein
-
CALD-Nurses empowern statt ausbremsen: IPQ als Innovationsarchitektur für Bildungsbiografien
Melanie Slavici
-
Herzensangelegenheit: Palliative Versorgungsqualität im kardiologischen Setting neu denken- Implementierung der Peaceful End-of-Life Theory
Lisa KahntSept.. 14
-
Stärkung der professionellen Identitätsbildung in der medizinischen Ausbildung durch reflektierende und praxisorientierte Hinweise
Wolfram ArendsSept.. 14
-
Fortbildungserfolg von Digitalisierungsmanager:innen in Arztpraxen – Eine 1,5-Jahres-Follow-Up-Studie
Anne MainzSept.. 14
-
Eröffnung / KeynoteN.N., Prof. Dr. Andreas Lauterbach, Prof. Dr. Anja WalterSept.. 14
-
RaumwechselpauseSept.. 14
-
Bühne frei für professionelle Haltung im Unterricht
Daniela SchlosserSept.. 14
-
Professionelle Verantwortung im interprofessionellen ethischen Diskurs. Ethik in der beruflichen Praxis als interprofessionelles Lernformat am USZ
Margit WeberSept.. 14
Entwicklung eines Workshops für Physio- und Ergotherapie-Auszubildende zum Umgang mit Betroffenen von häuslicher Gewalt in der therapeutischen Praxis
Beschreibung
Einleitung
Überlebende häuslicher Gewalt suchen häufig medizinische Einrichtungen auf, um gesundheitlichen Folgen der Gewalt behandeln zu lassen. Gesundheitsversorgende können somit als wichtige Anlaufstellen für die Weitervermittlung ins soziale Hilfesysteme fungieren.
Hintergrund und Zielsetzung
Seit mehr als 20 Jahren bietet die Koordinierungs- und Interventionsstelle von S.I.G.N.A.L. e. V. entsprechende Fortbildungsprogramme für Gesundheitsfachpersonen aus Medizin, Hebammenkunde, Pflege und Assistenzberufen an. Ziel ist es, Handlungssicherheit zu schaffen und die Sensibilität im Umgang mit Betroffenen zu erhöhen. Das Schulungskonzept sollte auch die Berufsgruppe der Physio- und Ergotherapeut*innen adressieren.
Methoden
Auf Grundlage einer Literaturrecherche sowie unter Einbeziehung erfahrener Praktiker*innen wurde das bestehende Schulungskonzept gezielt für Auszubildende der Physiotherapie und Ergotherapie weiterentwickelt.
Ergebnisse
Therapeutische Fachpersonen stehen meist in einem längerfristigen Kontakt mit Patient*innen. Dadurch entsteht ein Vertrauensverhältnis, das Identifikation und Ansprache von Gewalterfahrungen erleichtern kann. Zudem behandeln Physio- und Ergotherapeut*innen häufig gesundheitliche Beschwerden, die mit langfristigen Folgen häuslicher Gewalt assoziiert sind, wie chronische Schmerzen, funktionelle Einschränkungen oder dauerhafte Behinderungen. Aus diesem Grund sollte ihre Grundausbildung fundiertes Wissen über Epidemiologie und spezifische Dynamiken häuslicher Gewalt vermitteln. Ebenso wichtig ist ein Verständnis für gewaltbedingte gesundheitliche Auswirkungen sowie für traumasensible Versorgungsansätze.
Ergebnisse
In einem Poster werden das entwickelte Workshopkonzept sowie erste Evaluationsergebnisse vorgestellt.
Diskussion und Ausblick
Diese liefern Hinweise auf die Praktikabilität der Trainingsmaßnahme. Gleichzeitig ergeben sich daraus weiterführende Forschungsfragen, insbesondere im Hinblick auf die nachhaltige Integration solcher Inhalte in die Ausbildung sowie auf deren langfristige Wirkung in der beruflichen Praxis.
Literatur
- Uvelli A, Ribaudo C, Gualtieri G, et al. The association between violence against women and chronic pain: a systematic review and meta-analysis. BMC women's health 2024; 24(1), 321. DOI: 10.1186/s12905-024-03097-w
- World Health Organization. (2013). Responding to intimate partner violence and sexual violence against women: WHO clinical and policy guidelines. World Health Organization.
- Heywood S, Bunzli S, Dillon M. et al. Trauma-informed physiotherapy and the principles of safety, trustworthiness, choice, collaboration, and empowerment: a qualitative study. Physiother Theory Pract (2024); 41(1):153-168. DOI:10.1080/09593985.2024.2315521