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Haltung und Verantwortung von Lehrpersonen zu Sucht und Suchtentstehung in der Ausbildung zu ATA‘s

Posterpräsentation
Ort: Posterausstellung 14.09.26, 16:10 - 14.09.26, 16:20 (Europe/Zurich) (10 Minuten)
Autor:in
Philipp Stegmann
Frankfurt University of Applied Sciences
Referent:innen
Referentin 1

Beschreibung

Trotz mangelnder Datenlage lässt sich hinsichtlich der Beschäftigten in der Anästhesie zu Sucht und Substanzmissbrauch im deutschsprachigen Raum, ein deutlicher Bedarf zu suchtpräventiven Maßnahmen feststellen. Die ATA‘s befinden sich im praktischen Rahmen ihrer Ausbildung in einem Spannungsfeld. Dieses Spannungsfeld zeichnet sich aus, durch herausfordernde Arbeitsbedingungen und die damit einhergehende Verschlechterung der Zufriedenheit im eigenen Beruf, die Griffnähe von suchtfördernden Substanzen und die Bagatellisierung dieser. (vgl. Burnett et. al., 2020) Die vorhandenen Daten wurden aus einer Literaturanalyse gewonnen, die die mangelnde Datenlage aufzeigte. Die Recherche wurde auf englischsprachige Literatur erweitert und konnte Quellen zur Problemstellung identifizieren. Zudem wurde eine weitere Recherche zur Haltung, Verantwortung und didaktischen Auseinandersetzung von Angestellten in der Anästhesie durchgeführt, welche wichtige Ansätze zur Suchtprävention herausfilterte.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Haltung Lehrpersonen in der Ausbildung einnehmen sollten, um suchtpräventive Maßnahmen in der ATA- Ausbildung gewinnbringend einsetzen zu können, und welche Verantwortung sie dabei tragen.

Ein möglicher Zugang wäre hier die individuellen Bewegungsbedürfnisse der ATA’s in der Mittelpunkt der Suchprävention zu stellen begleitet von dem Prinzip der „Aufforderung zur Selbstständigkeit“. Durch offene und verständigungsorientierte Vermittlungswege wird ein partnerschaftliches Verhältnis geschaffen. Der Ansatz der Sportdidaktik und der beschriebenen Methodik kann somit die Grundlage zur Suchprävention für Anästhesietechnische Assistent*innen bilden. (vgl. Neuber, 2023) Die Ebenen der sozialen, kognitiven, emotionalen und motorischen Faktoren, überschneiden sich mit den Elementen in der Verhaltensprävention nach Laging (2023). Im Ansatz der funktionalen Äquivalente und Risikoalternativen, wird der Substanzkonsum entpathologisiert und den Auszubildenden andere Mittel und Wege zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse, aufgezeigt. Wenn es in der Verantwortung der Lehrpersonen liegt, Sucht und Suchtentstehung präventiv-pädagogisch bei ATA‘s entgegenzuwirken, so wäre dieser, in der Sportpädagogik begründete Ansatz, ein neuer zu diskutierender Weg.