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Hochschul- und Lernkultur mit Studierenden partizipativ weiterentwickeln

Posterpräsentation
Ort: Posterausstellung 14.09.26, 14:30 - 14.09.26, 14:40 (Europe/Zurich) (10 Minuten)
Autor:in
Prof. Dr. Ulrike Morgenstern
Akkon Hochschule für Humanwissenschaften
Co-Autor:innen: Lisa Becker, Akkon Hochschule für Humanwissenschaften
Referent:innen
Referentin 1
Referentin 2

Beschreibung

Hintergrund

Hochschulen stehen vor der Aufgabe, Lehr- und Lernkulturen weiterzuentwickeln, um Studierende im Gesundheitswesen auf ihre Rolle als zukünftige Lehrkräfte auf neue Herausforderungen vorzubereiten. Kollaboratives Lernen im Rahmen einer partizipativen Hochschulkultur ermöglicht, dass Studierende Lehrprozesse aktiv mitgestalten, sodass Lernerfolg in zunehmend heterogeneren Gruppen ermöglicht wird. Partizipation kann als soziale Aushandlung zwischen Studierenden und Dozierenden verstanden werden, bei der Lernende die Möglichkeit erhalten, Lehr-Lern-Arrangements substantiell mitzugestalten, mitzubestimmen und mitzuorganisieren.[1]

Methodik

Im Rahmen eines berufsbegleitenden Masterstudiengangs Gesundheits-, Pflege- und Medizinpädagogik wurden im Wintersemester 2025/26 leitfadengestützte Expert:inneninterviews mit zehn Studierenden durchgeführt, um ihre Wahrnehmung zur Partizipation in der Hochschullehre zu explorieren.

Ergebnisse

Die Befragten sehen in ihrer Mitbestimmungspflicht ein zentrale Anliegen zukunftsfähiger Studiengänge. Sie befürworten partizipative Lehrsettings, in denen sie forschendes Lernen, projektorientierte Gruppenarbeiten und kompetenzorientierte Prüfungsformate nutzen können, um sich auf ihre Rolle als Lehrkraft vorzubereiten. Der Aufbau von pädagogischer Kompetenz, einen kultursensiblen und diversitätssensiblen Unterricht zu gestalten, steht im Vordergrund, um Chancengleichheit in der Ausbildung der Pflege- und Gesundheitsberufe herzustellen. [2]

Diskussion

Die Ergebnisse zeigen, dass die Weiterentwicklung von Hochschulen im Gesundheitswesen nur gemeinsam mit Studierenden gelingen kann: Partizipation muss strukturell (Mitgestaltung von Curricula, Prüfungsformen) und didaktisch (interaktive Settings)verankert werden. Zugleich stellt sich die Frage, wie Hochschullehrende vorbildhaft heterogene Lerngruppen chancengerecht steuern und Studierende darin unterstützen, interaktive Lehrangebote mit ihrer Selbststudienzeit zu verknüpfen.
Schlüsselwörter: Partizipation; Lern- und Hochschulkultur; Kultur- und Diversitätssensibilität

Literatur

  1. Höfler, E. 82025). Hochschulen zwischen künstlicher Intelligenz und möglichen Zukünften. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 20(SH-KI-1), 71–87.
  2. Reusser, K. (2021). Kompetenzorientierter Unterricht in heterogenen Lerngruppen. In G. Brägger & H.-G. Rolff (Hrsg.), Handbuch Lernen mit digitalen Medien (S. 237–267). Beltz.