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Interprofessionelle Simulation- Kommunikation in einer Notfallsituation

Co-Autor:innen: Florian Scheffel
Markt der Möglichkeiten
Ort: Markt der Möglichkeiten 15.09.26, 10:12 - 15.09.26, 10:30 (Europe/Zurich) (18 Minuten)
Autor:in
Anna Kieslich
Evangelische Hochschule Dresden

Beschreibung

Kurzzusammenfassung:

Um die Patient:innensicherheit in Notfallsituationen zu garantieren, trainieren Studierende in einer High-Fidelity-Simulation die gesetzlich verankerte interprofessionelle Kommunikationskompetenz (PflAPrV). Das Szenario einer überforderten Ärztin im Rufdienst wird am „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert und mittels Videoanalysen sowie eines stummen Schreibgesprächs reflektiert. Ziel ist der fachliche Austausch über Vorbereitung, Verhalten und die interprofessionelle Dynamik in akuten Stresssituationen.

Abstract: 

Gastrointestinale Blutung- eine interprofessionelle Herausforderung. Beruflich Pflegende benötigen in solchen Stresssituationen besondere Fertigkeiten, um eine sichere Patient:innenversorgung und die lückenlose Weitergabe von Informationen zu garantieren (Hänel & Stüwe 2024: 17). In der Literatur werden zahlreiche Herausforderungen in der interprofessionellen Zusammenarbeit benannt, welche sich insbesondere durch die Förderung von Kommunikationskompetenzen reduzieren lassen. Zudem wurden diverse Grund – und Lösungsansätze interprofessioneller Kommunikation für typische Herausforderungen beschrieben (Rall&Gaba 2009, zit. n. Moecke et al. 2012: 151). 

Die Förderung interprofessioneller Kommunikationskompetenz ist unter anderem in der PflAPrV (Anlage 5a, Kompetenzbereich III) fest verankert. Da reale Stresssituationen kaum Raum für kontrolliertes Lernen lassen, bietet die Arbeit mit Simulationen den notwendigen Lernort, um diese gesetzlich geforderten Fertigkeiten sicher einzuüben. 

Als Methodik dient eine interprofessionelle Simulation mit einem High-Fidelity-Simulator. Das Szenario umfasst eine erfahrene Pflegefachperson (Studierende:r) und eine unerfahrene Assistenzärztin im Rufdienst (Schauspielerin). Die Durchführung erfolgt durch ein interprofessionelles Team, wodurch unterschiedliche fachliche Perspektiven direkt in die Simulation einfließen. 

Die Studierenden finden eine Person in stark reduziertem Allgemeinzustand mit Verdacht auf eine obere gastrointestinale Blutung vor. Die hinzugerufene Ärztin ist überfordert und kanalisiert dies auf verschiedene Weisen. Die Studierenden sollen durch strukturierte Kommunikationsmethoden die Versorgung der Patientin sicherstellen. 

Diese Simulation soll am Markt der Möglichkeiten dargestellt werden. Neben dem Rollenskript, dem präparierten Simulator, sowie Videoausschnitten aus der Simulation sollen die Besucher:innen im stummen Schreibgespräch während der Tagung an der Simulation mitarbeiten.  

Ziel ist das Aufgreifen von Leitfragen, die die fachliche Vorbereitung, das kommunikative Verhalten und die Performanz der Studierenden auf die Ärztin (Schauspielerin) betrachten.   

Literatur: 

Hänel, P. & Stüwe, J. (2024). Interprofessionelle Zusammenarbeit im Gesundheitswesen. In: GGW (Bd. 24, Nummer 4, S. 14–22).  

Moecke, H./ Marung, H./ Oppermann, S. (Hrsg.) (2012): Praxishandbuch Qualitäts- und Risikomanagement im Rettungsdienst: Planung, Umsetzung, Zertifizierung. Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 

 

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