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Intersektionalität in der Gesundheits- und Pflegebildung: Empirische Bedarfserhebung zur Weiterentwicklung toleranzorientierter Lehr-Lern-Konzepte (ToLL)

Vortrag
Ort: Raum 2 15.09.26, 14:45 - 15.09.26, 15:30 (Europe/Zurich) (45 Minuten)
Autor:in
Dr. Daniela Schlosser
www.danielaschlosser.de
Co-Autor:innen: Dr. Lena Sachse, Hochschule Hannover; Cornelia Jeremias-Pölking, Uni Paderborn und FH Münster; Dr. Janika Grunau, Akademie des Klinikums Osnabrück; Prof. Dr. Sibylle Sexson, FH Münster

Beschreibung

Einleitung

Gesundheitsfachpersonen begegnen täglich Menschen in ihrer Vielfalt und sind selbst Teil einer diversen Gesellschaft. Bislang fehlen didaktische Konzepte, die Diversität nicht isoliert, sondern in ihrem intersektionalen Zusammenwirken berücksichtigen. In diesem Vortrag werden vor dem Hintergrund des Unterrichtskonzeptes „ToLL“ (Toleranzorientiertes Lehren und Lernen) empirisch begründete Bedarfe im Kontext von Intersektionalität dargestellt.

Hintergrund und Zielsetzung

Das Unterrichtskonzept ToLL, das Diversität in ihrer intersektionalen Bestimmtheit einbindet, wurde bereits durch das Intersektionalitätsmodell von Winker und Degele (2009) sowie die Respekt-Konzeption der Toleranz nach Forst (2021) theoretisch fundiert. Unter der Prämisse „Wir alle sind divers“ zielt das Konzept darauf ab, intersektionale Perspektiven kompetenzorientiert in die Gesundheits- und Pflegebildung zu integrieren.. Ziel ist es, Bedarfe intersektionaler Perspektiven zu erheben, um diese empirisch fundiert zu verankern und vorzutragen.

Methoden

Zur empirischen Erhebung einer intersektionalen Perspektive werden in einer deutschlandweiten quantitativen Befragung Lehrende, Praxisanleitende und Studierende befragt, die in der Gesundheits- und Pflegebildung lehren (werden) . Dabei wird auf der Grundlage der „Charta der Vielfalt“ eruiert, welche Diversitätsdimensionen den zentralen Gegenstand pädagogischer Bemühungen bilden und welche intersektionalen Perspektiven sowie Bildungsansätze bereits vorliegen. Die Ergebnisse dieser Fragebogen-Studie werden dann multiperspektivisch analysiert.

Ergebnisse

Am Ende werden die empirischen Ergebnisse in das Unterrichtskonzept ToLL eingeordnet und verarbeitet. Die Daten befinden sich derzeit noch im Erhebungsprozess. Vor dem Hintergrund zunehmend diverserer Auszubildender (Stöcker & Hundenborn 2025), kann jedoch von einem breiten Bedarf an intersektionalen Perspektiven ausgegangen werden.

Diskussion und Ausblick

Der Vortrag diskutiert, vor dem Hintergrund empirisch erhobener Bedarfe, wie Intersektionalität und Diversität in Form von Unterrichtskonzepten zur Entwicklung diversitätssensibler und toleranzorientierter Perspektiven in die Gesundheits- und Pflegebildung etabliert werden können.

Literatur

  • Forst, R. (2021). Toleranz im Konflikt. Suhrkamp.
  • Stöcker, G. & Hundenborn, G. (2025). Vielfalt als Bildungsauftrag. Die Schwester. Der Pflege 10/2025.
  • Winker, G. & Degele, N. (2009). Intersektionalität. Zur Analyse sozialer Ungleichheiten. transcript.