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LAG Nachbearbeitung – Teaching near the Job
Beschreibung
Unser Beitrag tangiert die vorgegebenen Themenfelder Mitbestimmung & Teilhabe sowie Lehren, Lernen & Kultur und eignet sich für den Markt der Möglichkeiten.
Neben den
herkömmlichen Lernsettings in Theorie/Schule und Praxis/Klinik hat das USZ im
Bereich NDS Intensivpflege Erwachsene zur Erreichung der im Rahmenlehrplan beschriebenen Kompetenzen
des Berufsprofils ein zusätzliches Setting am dritten Lernort etabliert – die LAG
Nachbearbeitung.
Die Nachbearbeitung mit Bezug zum erlebten Berufsalltag ist Teil der LAG (= Lern- und Arbeits-Gemeinschaft) in der Praxis. Das reflektierende Vorgehen weckt Interesse und regt zum eigenständigen und kooperativen Lernen sowie zum Praxis-Theorie-Praxis-Transfer an. Die LAG Nachbearbeitungstermine finden in einer interdisziplinären Zusammensetzung der Studierendengruppe, von mindesten zwei Intensivstationen, plus zwei Berufsbildnerinnen statt. Neben konkret erlebten Situationen aus dem Praxisalltag existiert zur Lernanregung
ein Themenkatalog, der sich an den Arbeitsprozessen 1 bis 4 des Rahmenlehrplans Nachdiplomstudiengänge Anästhesiepflege, Intensivpflege, Notallpflege orientiert. Das Format appelliert an die intrinsische Motivation der Studierenden, eigene Themen und Aspekte der Ausbildung genauer unter die Lupe zu nehmen, in der Gruppe vorzustellen und mit Expert*innen zu diskutieren.
Die Nachbearbeitung dient zudem der Lernerfolgskontrolle, dem Erwerb von Auftrittskompetenz und der Qualitätssicherung.
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Kombination 1 |
Intensivstation Schwerpunkt Neurochirurgie |
Intensivstation Schwerpunkt Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie |
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Kombination 2 |
Intensivstation Schwerpunkt Herz- und Gefässchirurgie |
Intensivstation Schwerpunkt Traumatologie |
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Kombination 3 |
Intensivstation Schwerpunkt Innere Medizin |
Intensivstation Schwerpunkt Brandverletzte |
Kombinationen der Intensivstationen alternierend

Hintergrund und Motivation
Anregung zu selbstgesteuertem Lernen unter dem Aspekt einer generalistischen Ausbildung in einem hochspezialisierten Umfeld sowie der täglichen Herausforderung von Komplexität und hohem Workload. Untersuchungen zeigen, dass eine leistungsorientierte Peer-Group den Theorie- / Praxistransfer und die persönliche Entwicklung positiv beeinflusst.
Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, Verbesserung von Kommunikation, Teamfähigkeit und Konfliktbewältigung.
Beschreibung des Projekts
Die LAG Nachbearbeitung umfasst für die Studierenden die selbstgesteuerte – bei Bedarf supportive – Themenauswahl, die Vorbereitung anhand von kontextbezogenen Arbeitsaufträgen sowie die Präsentation und den Gruppendiskurs.
Kritische Reflexion
Herausforderungen bei diesem Format sind unterschiedliche Gruppenkonstellationen (Anzahl, Dynamiken, Fachschwerpunkte), Berücksichtigung unterschiedlicher Semestertaxonomien in Vortrag und Diskurs, Vorbereitungsmöglichkeiten der Berufsbildner*innen sowie die stärkere Nutzung des Freiraums des dritten Lernortes – fernab des Praxiskorsetts – für offene lösungsorientierte Diskussionen.
Ausblick
Grundsätzlich entspricht dieses Setting gut dem individuellen Lernbedürfnis und Präsentationsselbstverständnis der jungen Generation. Es gilt neben den Bedürfnissen der Studierenden ebenfalls die technischen/digitalen Möglichkeiten zu berücksichtigen und zu integrieren.
Literatur
- Bildungskonzept Lern- und Arbeitsgemeinschaft (LAG); Januar 2025; Michaela Key; Universitätsspital Zürich
- Rahmenlehrplan (RLP) Nachdiplomstudiengänge (NDS) Höhere Fachschule (HF) der Fachrichtungen Anästhesie-, Intensiv-, Notfallpflege (AIN); Mai 2022; OdASanté
- Training on the Job und Training near the Job: arbeitsplatznahe und anwendungsorientierte Trainingsformen - Handbuch Personalentwicklung: die Praxis der Personalbildung, Personalförderung und Arbeitsstrukturierung - Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag; Wolfram Schier; 2010