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Pflegearbeit sichtbar machen? Reflexionspotentiale der Fotoausstellung In/Visible Care

Workshop
Freie Plätze: 27
Ort: Raum 5 14.09.26, 14:00 - 14.09.26, 15:30 (Europe/Zurich) (1 Stunde 30 Minuten)
Workshop-Anmeldung
Noch 27 freie Plätze
Autor:in
Patricia Kühfuss
Photography & Research, laif-Fotografin
Co-Autor:innen: Jonas Hänel, Frankfurt University of Applied Sciences
Referent:innen
Referentin 1
Referentin 2

Beschreibung

In den letzten Jahren ist im wissenschaftlichen Diskurs ein zunehmendes Bewusstsein für die unsichtbaren Anteile von Pflege- und Sorgearbeit entstanden (Kühfuss et al. 2026; Hoops 2013). Pflege als zwischenmenschliche Emotions- und Interaktionsarbeit beinhaltet etliche Qualitäten die als „selbstverständlich“ und „natürlich“ wahrgenommen werden und damit in die Unsichtbarkeit gedrängt werden. Nicht zuletzt hängen auch sozialökonomische und berufspolitische Entscheidungen wesentlich davon ab, ob und wie die Leistungen wahrgenommen werden, die der Pflegeberuf täglich erbringt (Kühfuss 2022). Dies betrifft auch die Frage, wie die Öffentlichkeit über die Unsichtbarkeit der Pflegearbeit aufgeklärt wird.

In unserem Workshop wollen wir uns in diesen Zusammenhang mit den Grenzen und Potenzialen der Fotoausstellung „In/Visible Care” befassen. Nach einigen einführenden Gedanken aus den Perspektiven der Fotografie und der Pflegedidaktik werden wir gemeinsam mit den Teilnehmenden die Ausstellung erkunden. Im Anschluss sollen sowohl die individuellen Gedanken zur Erfahrung als auch die Diskussion ausgewählter Befunde aus Evaluationen zur Ausstellung dazu beitragen, die emanzipatorische Qualität der Ausstellung zu diskutieren. Gemeinsam soll erarbeitet werden, wie die Ausstellung als berufspolitisches Instrument, als Medium im Pflegeunterricht und als mögliche Instanz öffentlicher Aufklärung jenseits der Berufsgruppe der Pflegenden fungieren kann. Dabei werden Chancen und Grenzen der Ausstellung in den Fokus gerückt – auch im Hinblick auf die übergeordnete Frage, wie eine weitergehende, sensiblere Anerkennung der unsichtbaren Qualitäten der Pflege- und Sorgeberufe in der Öffentlichkeit geleistet werden kann.

Beschreibung des Projekts

IN/VISIBLE CARE ist als interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fotografin Patricia Kühfuss mit Studierenden der Hochschule Hannover unter der Leitung von Prof. Michael Wittland, Rebecca Hassan und Prof. in Nina Fleischmann entstanden. Sie wurde mit Prof. Jonas Hänel und Studierenden der Technischen Universität Dresden und der Frankfurt University of Applied Sciences bis heute weiterentwickelt.

Workshopablauf 

Ziel des Workshops

Ziel des Workshops ist es, die Fotoausstellung „In/Visible Care“ als Gruppe zu erkunden und im Austausch zu analysieren, wie sie zur Aufklärung über die Unsichtbarkeit von Pflegearbeit beiträgt. Dabei werden ihre Potenziale als berufspolitisches Instrument, Lehrmittel und Mittel der öffentlichen Sensibilisierung diskutiert.

Literatur

  • Hoops, Wolfgang (2013): Pflege als Performance. Zum Darstellungsproblem des Pflegerischen. Bielefeld: transcript.
  • Kühfuss, Patricia; Hassan Rebecca, Wittland, Michael, Fleischmann, Nina (2026): In/Visible Care: Was ist Pflege? Was sehen wir? Was nicht? In: Dr. med. Mabuse 271, 1. Quartal 2026, S. 14-17.
  • Kühfuss, Patricia (2022): What Counts. On the politics of medical imaging, unveröffentlichte Masterthesis, Quelle: https://patriciakuehfuss.com/portfolio/what-counts-healthcare-finance-fragmentation/