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Pflegebezogene Masterstudiengänge zwischen gesundheitspolitischen Erwägungen und Curriculumsgestaltung. Erkenntnisse einer nationalen und internationalen Literaturstudie

Co-Autor:innen: Kim Neumann (M.A.)
Vortrag
Ort: Vortragsraum 1 14.09.26, 16:00 - 14.09.26, 16:30 (Europe/Zurich) (30 Minuten)
Autor:in
Prof. Dr. rer. medic. Claudia Oetting-Roß
FH Münster

Beschreibung

Die Pflegebildung auf Masterniveau steht wissenschaftlich wie gesundheitspolitisch im Fokus. Angesichts wachsender Versorgungsanforderungen wird die Weiterentwicklung versorgungsnaher pflegebezogener Masterqualifikationen diskutiert. Erkenntnisse dazu, wie Masterstudiengänge national und international strukturell wie inhaltlich ausgestaltet werden liefern eine wichtige Grundlage für diese Diskussion. Hier setzen die Literaturstudien als Teilergebnis des Forschungsprojektes MAPA – Masterstudiengänge im Bereich der Pflege: Abschlussprofile und Berufseinmündung an.

Für die internationale Perspektive wurde ein Umbrella Review (Aromataris et al., 2020) in MEDLINE via PubMed, CINAHL, ERIC, Web of Science Core Collection und Scopus durchgeführt, um einen Überblick zu Erkenntnissen zur Pflegebildung auf Masterniveau in ausgewählten OECD-Ländern zu erhalten. Nationale Erkenntnisse wurden ergänzend angelehnt an die Methodik eines Rapid Review (Garritty et al., 2021) in den Datenbanken PubMed, LIVIVO und Fachportal Pädagogik sowie durch Hand- und Rückwärtssuchen recherchiert. Die Recherche folgte den Schritten des RefHunter (Nordhausen & Hirt, 2018).

Insgesamt konnten 18 internationale Übersichtarbeiten zu ausgewählten OECD-Ländern eingeschlossen werden. International zeigt sich eine heterogene Entwicklung pflegebezogener Masterstudiengänge hinsichtlich verschiedener Strukturmerkmale, Kompetenzprofile und Lernresultate. Internationale Untersuchungen lassen inhaltlich wie strukturell unterschiedliche Entwicklungsstadien der Länder erkennen. Vereinheitlichungen und Regulierungen stehen eng im Zusammenhang mit erweiterten Entscheidungsspielräumen. National liefern die 25 eingeschlossenen Studien insbesondere Erkenntnisse zu versorgungsnahen pflegebezogenen Masterprogrammen. Gleichzeitig verweisen sie auf Forschungslücken, z. B. hinsichtlich der Berufseinmündung von Absolvent*innen.

Die Ergebnisse deuten auf den Bedarf einer kohärenten Bildungsarchitektur auf Masterniveau hin, um akademische Kompetenzprofile mit beruflichen Handlungsanforderungen und gesetzlich verankerten Befugnissen verknüpfen zu können. Eine Haltung zu Fragen der Innovation und Durchlässigkeit von pflegebezogen Masterstudiengängen gilt es vor dem Hintergrund internationaler Befunde und nationaler Bedarfe auszuloten. 

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