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Über das Lernen, kompetent zu (be-)handeln bei häuslicher und sexualisierter Gewalt in der medizinischen Versorgung

Einblicke in ein Qualifizierungsprogramm zur Sensibilisierung von Pflege- und Gesundheitsfachpersonen im Umgang mit Betroffenen häuslicher und sexualisierter Gewalt

Workshop
Freie Plätze: 25
Ort: Raum 8 14.09.26, 16:00 - 14.09.26, 17:30 (Europe/Zurich) (1 Stunde 30 Minuten)
Workshop-Anmeldung
Noch 25 freie Plätze
Autor:in
Prof. Dr. Nadine Schallenkammer
Frankfurt University of Applied Sciences
Co-Autor:innen: Agnes Wand, Koordinierungs- und Interventionsstelle des S.I.G.N.A.L. e. V.
Referent:innen
Referentin 1
Referentin 2

Beschreibung

Einleitung

Pflegende und Behandelnde in der medizinischen Versorgung können wichtige Ansprechpersonen für Betroffene von Gewalt sein. Voraussetzung ist Fachwissen zu häuslicher und sexualisierter Gewalt sowie sensible Handlungssicherheit im Umgang mit Betroffenen. Im Workshop lernen Sie ein Qualifizierungskonzept kennen und zu ausgewählten Themen werden Übungen, Materialien und methodische Überlegungen vorgestellt, teils gemeinsam erprobt und reflektiert. Der Workshop gründet auf dem erprobten und erfolgreich evaluierten S.I.G.N.A.L.-Curriculum für die Intervention und Versorgung gewaltbetroffener Patient*innen in Berlin.

Beschreibung des Projekts

S.I.G.N.A.L. e.V. setzt sich seit 25 Jahren für die Verankerung von Interventionsstandards für Betroffene häuslicher und sexualisierter Gewalt in der Gesundheitsversorgung ein. Dies setzt voraus, dass die Thematik in die Aus-, Fort- und Weiterbildung für Gesundheitsfachpersonen integriert wird. Pflegende und Behandelnde können wichtige Ansprechpersonen für Betroffene von Gewalt sein. Voraussetzung ist Fachwissen zu häuslicher und sexualisierter Gewalt sowie Handlungssicherheit im Umgang mit Betroffenen.

In Kooperation mit S.I.G.N.A.L. e.V. wird derzeit ein Lehrkonzept in der Berufspädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe an der Frankfurt University of Applied Sciences entwickelt, um Berufspädagog*innen zu qualifizieren, die Fortbildungen, bzw. einen entsprechenden Unterricht für (angehende) Pflege- und Gesundheitsfachpersonen anbieten können.

Workshopablauf

Zu ausgewählten Themen werden Übungen, Materialien und methodische Überlegungen vorgestellt, teils gemeinsam erprobt und reflektiert.

  • Eigene Haltung zu geschlechtsbezogener Gewalt reflektieren (Gruppenarbeit)
  • Hintergrundwissen vertiefen und Methoden kennenlernen (Rollenspiel)
  • Interventionsstandards am Beispiel des S.I.G.N.A.L. - Interventionsprogramms und der WHO-Leitlinien (PPT + Materialien)
  • Über die aktuelle Konzeption und Ideen zur Weiterentwicklung (Diskussion im Plenum)

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Personen, die bereits Erfahrung in der Lehre/ im Unterricht mit angehenden Pflege- oder Gesundheitsfachpersonen haben und/oder Interesse am Thema z.B. in der Aus-, Fort- und Weiterbildung für Gesundheitsfachpersonen haben.

Literatur

  • Leitgöb-Guzy, Nathalie; Bieber, Ina (2026): Ergebnisse der Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ I: Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von (Ex-)Partnerschaften. Herausgegeben vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bundesministerium des Innern, Bundeskriminalamt.
  • S.I.G.N.A.L. e.V. - Intervention im Gesundheitsbereich gegen häusliche und sexualisierte Gewalt: https://www.signal-intervention.de/infothek + https://kis.signal-intervention.de/materialien + Signale wahrnehmen - statt wegschauen: https://vimeo.com/451828126