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„Verantwortung in Prüfungssituationen — psychologische Sicherheit als pädagogische Aufgabe"
Beschreibung
Kurzzusammenfassung
Wann kippt eine Prüfungssituation vom sicheren Raum zum Bedrohungsraum — und wer trägt dafür Verantwortung? Vier Expert:innen aus Pflegepraxis, Simulationslabor, Praxisbegleitung und Resilienztraining diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmenden, was psychologische Sicherheit in praktischen Prüfungen und OSCEs konkret bedeutet.
Abstract Deutsch
Praktische Prüfungen und OSCEs gelten als Goldstandard in der kompetenzorientierten Ausbildung der Gesundheitsberufe. Was dabei selten systematisch mitgedacht wird, ist die Frage, welche Rolle psychologische Sicherheit in diesen Settings spielt — und wie sehr Prüfende durch Haltung, Kommunikation und Rahmenbedingungen diese Sicherheit aktiv beeinflussen. Psychologische Sicherheit beschreibt das Erleben, in einem sozialen Kontext Risiken eingehen zu können, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen (vgl. Edmondson 1999). In Bewertungssituationen steht dieses Erleben unter besonderem Druck: Leistungserbringung und psychisches Wohlbefinden geraten in ein Spannungsverhältnis, das durch Sprache, Körperhaltung oder strukturelle Rahmenbedingungen miterzeugt wird — oft unbewusst.
Aus der eigenen Praxis in simulationsbasierten Lernumgebungen (vgl. Xavier et al. 2021) lassen sich konkrete Situationen benennen, in denen dieses Spannungsverhältnis sichtbar wird: Studierende, die sich in Gruppen durch Szenarien getriggert fühlen und im Debriefing in emotionale Ausnahmezustände geraten — oder Lernende, deren Performanz in klinischen und OSCE-Prüfungen sichtbar unter dem erlebten Stressniveau leidet, ohne dass ihre vermutete Kompetenz das erklären würde. Solche Situationen werfen Fragen auf, die weit über die Prüfungskonzeption hinausgehen: Was bedeutet es, Verantwortung für die psychische Sicherheit von Prüflingen zu übernehmen? Welche Haltung brauchen Prüfende dafür?
Das Diskussionsforum möchte unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und lädt dafür verschiedene Expert:innen aus der Pflegepraxis und der theoretischen Lernorte, der Praxisbegleitung und der Resilienzförderung ein.
Nach einer Impulsphase, in der die Expert:innen aus ihren jeweiligen Erfahrungsfeldern berichten, öffnet sich das Forum für die gemeinsame Diskussion mit den Teilnehmenden.
Leitfragen sind unter anderem: Wann kippt eine Prüfungssituation von einem sicheren Raum zu einem Bedrohungsraum? Wie gehen Prüfende mit unerwarteten emotionalen Reaktionen in Prüfungen um? Was können Prüfende konkret bei Störungen tun — und was liegt jenseits ihres Einflussbereichs?
Die Teilnehmenden sind ausdrücklich eingeladen, eigene Erfahrungen einzubringen, ob als Prüfende oder Geprüfte. Abgeschlossen wird das Forum mit einer gemeinsamen Sammlung von Handlungsimpulsen, die konkret mitgenommen und angewendet werden können.
Literatur:
Edmondson, Amy C. (1999): Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams. In: Administrative Science Quarterly 44 (2), S. 350–383.
INACSL Standards Committee; Xavier, Neena; Quinn, Jamie; Amidon, Brayton; Barnes, Roxie; Bronson, Sevilla; Dunning, Leigh (2025): Healthcare Simulation Standards of Best Practice® Professional Integrity. In: Clinical Simulation in Nursing 105. DOI: 10.1016/j.ecns.2025.101778.
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