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Vom Berufsgesetz zum Curriculum - Die Reform zur Ausübung heilkundlicher Aufgaben im Pflegestudium im Kontext von Implementierung

Vortrag
Ort: Raum 1 15.09.26, 11:00 - 15.09.26, 11:45 (Europe/Zurich) (45 Minuten)
Autor:in
Sophia Rädisch
Universität Witten/Herdecke
Co-Autor:innen: Bernd Reuschenbach, Katholische Stiftungshochschule München; Martina Roes, Universität Witten/Herdecke, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
Referent:innen
Referentin 1

Beschreibung

Einleitung

2023 wurde die Übertragung ausgewählter heilkundlicher Aufgaben verbindlich gesetzlich in primärqualifizierende Pflegestudiengänge verankert. Damit stehen Hochschulen vor der Aufgabe, neue Kompetenzen curricular zu integrieren. Die Reform stellt somit nicht nur eine professionspolitische Weiterentwicklung dar, sondern zugleich einen komplexen Implementierungsprozess.

Zielsetzung

Im Vortrag geht es darum, die aktuelle Reform berufs- und bildungspolitisch einzuordnen, d.h. Entwicklungslinien im Kontext erweiterter heilkundlicher Aufgaben zu skizzieren und die Reform als Ausgangspunkt für eine theoriegeleitete Analyse von Implementierungsprozessen in der hochschulischen Pflegebildung zu diskutieren.

Methoden

Der Vortrag basiert auf einer theoriegeleiteten Analyse der Reform zur Einführung heilkundlicher Aufgaben. Als analytischer Rahmen dient das Consolidated Framework for Implementation Research (CFIR). Im Fokus steht insbesondere die Domäne Innovation mit Blick auf die curriculare Integration erweiterter heilkundlicher Aufgaben sowie die Domäne inner setting, die organisationale Rahmenbedingungen und Strukturen im Studium adressiert. Die theoriegeleitete Analyse ist Ausgangspunkt einer empirischen Untersuchung der Implementierung.

Ergebnisse

Die Einführung erweiterter heilkundlicher Aufgaben wird als Ergebnis gesundheitspolitischer und professionsbezogener Aushandlungsprozesse eingeordnet. Es wird die Bedeutung für die hochschulische Pflegebildung herausgearbeitet und entlang der CFIR-Domänen Innovation und Inner Setting aufgezeigt, welche Anforderungen sich für die curriculare und organisationale Gestaltung ergeben können und wie diese als Ausgangspunkt für die Analyse von Implementierungsprozessen verstanden werden können.

Diskussion und Ausblick

Reformen zur Erweiterung pflegerischer Befugnisse stellen nicht nur gesundheitspolitische Maßnahmen dar, sondern lösen zugleich Veränderungen für Studienstrukturen und Curricula aus. Derzeit liegen nur begrenzte Erkenntnisse zur Umsetzung von Innovationen in der curricularen Pflegebildung. Insofern liefert der Vortrag eine konzeptionelle Grundlage für die Analyse von Implementierungsprozessen in der hochschulischen Pflegebildung.