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Wer, wenn nicht Wir? – Berufspolitik in der Pflegeausbildung kompetenzorientiert und Resilienz fördernd unterrichten

Workshop
Freie Plätze: 18
Ort: Raum 6 15.09.26, 09:00 - 15.09.26, 10:30 (Europe/Zurich) (1 Stunde 30 Minuten)
Workshop-Anmeldung
Noch 18 freie Plätze
Autor:in
Anne Hafeneger
Schule für Pflegefachberufe Universitätsklinikum Köln

Beschreibung

Einleitung

Berufspolitisches Engagement von Pflegenden wird in der ICN- Neudefinition explizit gefordert und ist kein nice-to-have. In diesem Workshop wird die Rolle der Lehrenden in diesem Kontext definiert und praktische Beispiele erarbeitet, wie Berufspolitik lebendig, kompetenzorientiert und Resilienz stärkend vermittelt wird.

Beschreibung des Projekts

Berufspolitisches Engagement von Pflegenden wird in der ICN- Neudefinition von Pflege explizit gefordert und ist kein nice-to-have. Zugleich ist das berufspolitische Engagement von beruflich Pflegenden in Deutschland im Ländervergleich unterdurchschnittlich gering (Stewart 2025, Han et al. 2024.). Unverändert ist seit Jahren die Kritik an schlechten Rahmenbedingungen in den Pflegeberufen. Durch Berufspolitischen Unterricht lernen die Auszubildenden in der generalistischen Pflegeausbildung, ihre Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und dass sie wirksam sein können. Dies stärkt zugleich ihre Resilienz, die sie im Pflegeberuf so sehr benötigen, um starke Pflegepersönlichkeiten mit einer stabilen Berufsidentität zu werden und zu bleiben. Lehrende der Berufspolitik fungieren im theoretischen Teil der Ausbilder, als Praktiker. Sie sind Vorbild, Sinnstifter, Resilienz-Stärker und Perspektivgeber. Durch das Erleben unmittelbarer Vorbilder im Klassenraum wird Berufspolitik von einem abstrakten, theoretischen Konstrukt zu einem lebendigen Diskurs, in dem Lösungen gemeinsam entwickelt werden. Die generalistische Ausbildung fordert von den Auszubildenden explizit die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen- hierfür ist die Bereitschaft und das Potential, den Pflegeberuf weiterzuentwickeln, die Basis. Dem Prinzip der Kompetenzorientierung folgend, werden verschiedene Methoden für den berufspolitischen Unterricht vorgestellt, welche eine Auseinandersetzung mit dem beruflichen Selbstverständnis fördern, die Berufsidentität stärken und die Begeisterung für Mitgestaltung wecken. Der Workshop wendet sich in seiner Methodik an Lehrende aller Gesundheitsberufe, inhaltlich wird der berufspolitische Dreiklang in der Pflege, bestehend aus Berufsverband, Kammer und Gewerkschaft thematisiert. Die Vortragende ist Pflegepädagogin, Kammerbotschafterin der Pflegekammer NRW, Mitglied der AG Bildung im DBfK Nord- West und greift im Workshop auf ihre berufspolitischen Unterrichtserfahrungen an der Pflegeschule der Uniklinik Köln zurück.

Workshopablauf

Der Workshop beginnt mit einer Wissensvermittlung und thematisiert die im Rahmenlehrplan verankerte Kompetenzsteigerung in Bezug auf berufspolitische Themen, genauso wie die Forderung nach berufspolitischem Engagement in der ICN- Neudefinition von Pflege. Sowohl das berufspolitische Potential der Auszubildenden, als auch die Rolle der Lehrenden, die als Vorbilder in der theoretischen Ausbildung im Kontext Berufspolitik Praktiker sind, soll zum Gegenstand des Austauschs werden. Im Anschluss sollen verschiedene Unterrichtsmethoden, wie Exkursionen, Gestaltung einer Wahlarena, Durchführung einer Streitlinie oder die Fish- Bowl- Methode in einem Stationenlernen vorgestellt und ausprobiert werden. Die generalistische Ausbildung folgt neben der Kompetenzorientierung und der Exemplarität dem Prinzip des lebenslangen Lernens. Abschließen soll der Workshop aus diesem Grund mit der diskursiven Frage: „Welche Kompetenzen sollten Lehrende der Berufspolitik mitbringen und woran müssen wir noch arbeiten?“

Ziel des Workshops

Ziel des Workshops ist die kompetenzorientierte Vermittlung verschiedener Methoden, wie lebendiger und Resilienz stärkender berufspolitischer Unterricht in der generalistischen Pflegeausbildung gelingen und sofort umgesetzt werden kann.