-
"SafeSpace Learning" - Ein Diversity-Konzept
Anna-Verena Kirstein
-
Technologie begreifen, Haltung entwickeln: Experimentierräume in der Pflegebildung
Annett Wagner
-
Chancen und strukturelle Grenzen von "LernTeams" in der klinischen Pflegeausbildung an der Insel Gruppe Bern
Marlen Hugentobler
-
"Nur noch schnell die Welt retten"- Konzept zur Stärkung der Berufsidentität in der Pflegeausbildung
Anne Hafeneger
-
Konzeptentwicklung zur strukturierten und systematischen Durchführung der praktischen Ausbildung in der Ergotherapie
Katharina Läzer-Franke
-
(Fast) Wie in Echt - Über Perspektivwechsel in Serious Games im Kontext der Pflegebildung
Cornelia Jeremias-Pölking
-
Zwischen Hierarchie und Autonomie – Studienergebnisse zur ärztlichen Delegation als Impuls für das interprofessionelle Lernen von Pflege und Medizin
Christopher Bernkurth
-
Digitale Souveränität in der Pflege als Ausdruck professioneller Haltung – Ergebnisse einer bundesweiten Online-Studie zu Reflexions- und Entwicklungspotenzialen
Prof. Dr. Denny Paulicke
-
Verantwortung reflektieren am historischen Lernort - Konzepte und Erfahrungen
Mathilde Hackmann
-
Politische Bildung in der Pflegeausbildung. Zwischen pädagogischem Auftrag und struktureller Leerstelle – Eine qualitative Untersuchung zur Perspektive von Pflegepädagog*innen
Yvonne Romanow
Simulation: Zwischen beruflicher Handlungskompetenz und Bildung
Beschreibung
Einleitung
Die Bedeutung simulationsbasierten Lernens (SBL) nimmt zu. Traditionell ist SBL durch den Konstruktivismus geprägt und soll Handlungskompetenz unter realitätsnahen Bedingungen fördern. In Deutschland ist die Pflegeausbildung durch ein Bildungsverständnis gerahmt, das über Kompetenzerwerb hinaus geht (Fachkommission nach §53 PflBG, 2020, S. 12f.). Daraus entsteht ein Spannungsfeld von beruflicher Befähigung und Bildung.
Hintergrund und Zielsetzung
Unklar ist, ob beim SBL die Lehrenden durch bildungstheoretische Reflexionen geleitet werden, die normativ intendiert sind. Ziel ist zu analysieren, ob neben Handlungskompetenz auch bildungstheoretische Ziele leiten – u.a. verstanden als Förderung von Mündigkeit und kritischer Urteilsfähigkeit (Klafki 2007, S. 94ff.; Wittneben 2003, S. 224).
Methoden
Die Arbeit folgt einem qualitativ-explorativen Design. Auf Basis von leitfadengestützten Interviews mit Lehrenden wurden induktive Kategorien mittels Inhaltsanalyse gebildet.
Ergebnisse
SBL wird anhand realitätsnaher, typischer Handlungssituationen gestaltet. Die Lehrenden verfolgen praxis- und kompetenzorientierte Überlegungen. Im Fokus steht das Einüben von Verrichtungen und der Theorie-Praxis-Transfer. Reflexion bleibt auf Handlungssicherheit begrenzt. Bildungstheoretische Intentionen werden selten und zufällig in das SBL einbezogen. Überlegungen zur Förderung kritischer Haltung und beruflicher Identität bleiben randständig.
Diskussion und Ausblick
Die Befunde zeigen, dass SBL der Logik der Praxis folgt und weniger bildungstheoretischen Begründungen. Es besteht das Risiko, Versorgungsrealitäten im Raum der Simulation zu reproduzieren und die Bedingungen der Praxis unkritisch zu stabilisieren. Erforderlich ist eine bildungstheoretische Konzeption, in der Widersprüche, Machtverhältnisse und Spannungen bearbeitet werden.
Literatur
Fachkommission nach §53 PflBG (2020). Begleitmaterialien zu den Rahmenplänen der Fachkommission nach § 53 PflBG. o.O.: Bundesinstitut für Berufsbildung.
Klafki, W. (2007). Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. Weinheim: Beltz.
Wittneben, K. (2003). Pflegekonzepte in der Weiterbildung für Pflegelehrerinnen und Pflegelehrer. Leitlinien einer kritisch-konstruktiven Pflegelerndidaktik. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang
Unser neuester Inhalt
Sehen Sie sich an, was es in unserem Unternehmen Neues gibt!